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Sportlerprofil by Larasch

Das erste Rezept: Glutenfreies Schwarzbrot

In den letzten Beiträgen habe ich schon Rezepte angekündigt und hier ist es nun- das erste glutenfreie Rezept meinerseits. Das Schwarzbrot war auch das erste, was ich nach der Unverträglichkeit bewusst glutenfrei gebacken habe, es steht somit ganz oben auf meiner Rezeptliste. Diese Position hat es sich auch sehr verdient: es ist sehr einfach zu machen, sättigt lange und lässt viele Variationen zu. Mir schmeckt es auch wirklich gut (und den meisten anderen auch!). Das „Ausgangsrezept“ nutzt meine Mama oft für Schwarzbrot mit Dinkel- und Roggenschrot.

Zutaten (für eine Kastenform):

-          0,5 l Buttermilch

-          60 ml heißes Wasser

-          1 Päckchen Trockenhefe

-          3 EL Zuckerrübensirup

-          250 g Buchweizenschrot/ Buchweizengrütze

-          100g Quinoamehl/ Buchweizenmehl

-          100g Leinsaat (geschrotet oder ganz)

-          25g Chiasamen (können notfalls auch weggelassen werden)

-          125 g Sonnenblumenkerne

-          ½ TL Salz (und ggf. weitere Gewürze wie Kümmel, Piment, Anis..)

Zubereitung:

1.       Das heiße Wasser und der Sirup werden vermischt. Nun sollten etwa ein Drittel der Buttermilch hinzugefügt und dann die Hefe in die Flüssigkeit gerührt werden.

2.       Die abgedeckte Flüssigkeit (einfach mit einem Teller auf der Schüssel) wird zur Seite gestellt und die trockenen Zutaten vermengt.

3.       Die Hefe-Flüssigkeit sollte inzwischen Bläschen gebildet haben. Sie wird zusammen mit der restlichen Buttermilch zu den trockenen Zutaten gegeben. Alles sollte gut und ruhig ein paar Minuten verrührt werden. (Man braucht nicht zwangsläufig einen elektrischen Mixer, mit einem größeren Kochlöffel klappt es auch ganz gut.)

4.       Der Teig ist noch etwas flüssig, das ist auch richtig so.  Besonders Leinsaat und Chiasamen, aber auch Schrot und Quinoamehl quellen noch ganz ordentlich und nehmen Flüssigkeit auf. Der Teig sollte somit etwas stehen (min. 10 min aber auch ruhig etwas länger - in der Zeit kann man in der Küche schon mal wieder etwas Ordnung herstellen, passt also ganz gut).

5.       In der Zwischenzeit wird (zusätzlich zum Küche aufräumen) die Kastenform mit Backpapier ausgekleidet. Silikonformen sind auch sehr praktisch (allerdings sollten sie stabil genug sein, damit das Brot nach oben und nicht zur Seite aufgeht).

6.       Der Teig wird in die Kastenform gefüllt und in den kalten Backofen gestellt. (Dann bleibt noch ein bisschen mehr Zeit zum Quellen.) Der Backofen wird nun auf Umluft und etwa 170 °C angeschaltet. (Wie immer kommt es auf den Backofen an, wie heiß und wie lange er angeschaltet sein sollte.)

7.       Nach etwa 80min wird der Backofen ausgeschaltet. Das Brot bleibt noch bis es vollständig abgekühlt ist im Ofen und backt mit der Restwärme nach. (Ich mache das Brot meistens abends, dann kann es über Nacht auskühlen und ich mich fürs Frühstück drauf freuen.)

 

Ein paar weitere Tipps, Anregungen und Hinweise:

- Lasst das Brot unbedingt ganz auskühlen. Ich weiß, dass das sehr schwer ist, weil ist es so unglaublich gut riecht, aber es lässt sich frisch nicht so wirklich gut schneiden.

- Glutenfreie Teige kleiben ziemlich stark „nach außen“ und weniger gut „innen“: Einerseits lösen sich Gebäcke dadurch schwerer aus der Form und kleben am Rand fest, andererseits sind sie ohne das Klebeeiweiß Gluten deutlich krümeliger. Um das kleben am Rand zu minimieren, nutze ich daher gerne Silikonformen. Das klappt auch für Kuchen und Co. super. Damit die Gebäcke zusammenhalten, sind Flüssigkeit ziehende Zutaten wichtig (besonders nützlich sind Leinsaat, Chiasamen und Flohsamenschalen). Diese Anteile sorgen auch dafür, dass das Gebäck nicht zu trocken ist (wie ja so oft bei fertigen glutenfreien Schnittbroten).

- Probiert es einfach mal aus, ergänzt Nüsse und Körner, Trockenobst und Kerne wie ihr mögt und lasst es auch schmecken. Es ist wirklich wenig Aufwand für ein so leckeres und nahrhaftes glutenfreies Brot. Man kann auch direkt 2 Brote backen, schneiden, einfrieren und in Portionen auftauen.

 

Auch in diesem Beitrag habe ich ein Produkt verlinkt, welches ich selber nutze. Damit enthält der Beitrag Werbung.