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Sportlerprofil by Larasch

Das „Frühstücksproblem“

 

Die größte Herausforderung bei der Umstellung auf eine glutenfreie Ernährung stellte direkt der Anfang vom Tag dar. Für mich ist und war das Frühstück die Grundlage der Energieversorgung- ohne eine vollwertige Mahlzeit am Morgen werde ich den ganzen Tag nicht richtig satt und bin oft auch im Training kraftlos. Frisches Vollkornbrot mit vielen Ballaststoffen, unterschiedliche Flocken und Müslis mit verschiedenen Kernen, Nüssen und Saaten zu Obst und Joghurt waren gesetzter Bestand vom Start in den Tag. Insbesondere im Punkt „Frisches Vollkornbrot" und beim Müsli habe ich zunächst recht ernüchternde Erfahrungen gemacht. Bäckereien, durch dessen Angebote ich mich mit Freude durchprobiert hatte, mied ich nun, da sie in der Regel keine gluten freien Produkte herstellen. Viele glutenfreie Schnittbrote aus dem Handel erinnern wahrscheinlich nicht nur mich in den meisten Fällen an trockenes Toast. Beim Müsli war es ähnlich, die fertigen Mischungen sind deutlich weniger facettenreich und enthalten oft deutlich mehr Zucker (und damit wenig, dass lange sättigt und Nährstoffe liefert).

Bereits vor der Umstellung stellte ich gelegentlich selbst mein Brot her, es brachte mir Spaß, ermöglichte neue Sorten und ich wusste genau, was enthalten ist. In den meisten Fällen lege ich großen Wert auf langkettige Kohlenhydrate, viele Ballaststoffe, gesunde Fette und meide Zuckerzusätze. Brote und Gebäck selbst herzustellen kann ich bei einer Glutenunverträglichkeit (aber zur Abwechslung auch sonst) nur sehr empfehlen. Selbst wenn man die Nährwerte außer Acht lässt, schmeckt es mit ein wenig Übung schon deutlich besser! Gluten ist ein Eiweißkleber trägt damit zur Konsistenz und zur Feuchtigkeit des Gebäcks bei. Ohne Gluten zu backen ist also eine kleine Umstellung und der Teig „verhält sich“ etwas anders. Aber dranbleiben lohnt sich!

Über ein paar gute Brotback- und Mehlmischungen kann man sich rantasten: es lohnt sich!! Man sollte dennoch immer die Zusammensetzungen ansehen, da glutenfreie Mischungen zum Teil Zuckersätze enthalten und in den meisten Fällen nicht das volle Korn verwenden. Immer muss es zwar nicht Vollkorn sein, aber mich sättigt es länger und leckerer finde ich es auch. Inzwischen backe ich überwiegend ohne Mehlmischungen oder nutze sie nur in Anteilen. Sehr gute „Backeigenschaften“ haben Teff- und Buchweizenmehl. Beide kann man als Vollkornmehle erhalten, ich nutze sie sowohl für süße als auch für herzhafte Gebäcke. Aber auch mit glutenfreiem Hafer, Körnern und Saaten lässt sich so einiges leicht machen. Bei den nächsten Beiträgen werden immer mal wieder ein paar Rezepte dabei sein.

Für den direkten Anfang und wenn keine Muße und Zeit zum Backen da ist, kann ich die abgepackten Vollkornschnittbrote von 3 Pauly ehrlich empfehlen. Sie haben einen herzhaften Geschmack, der vergleichbar ist mit Pumpernickel, sind nicht zu trocken und sättigen gut. Mir schmeckt besonders das Teff Winzerbrot wirklich gut. Für Müslifreunde bietet 3 Pauly Teff Porridge, aus Teff (wobei es sich übrigens um eine Zwerghirsesorte handelt) und glutenfreien Haferflocken. Ich nutze es als Ausgangsbasis und ergänze dann selbst Leinsaat, Sojaflocken, Kürbis- und Sonnenblumenkerne, Studentenfutter und geschnittenes oder geriebenes Obst - je nach dem wonach mir gerade ist und was ich so da habe.

Eins noch zum Schluss, was nicht nur für das Frühstück gilt: Es ist mir sehr wichtig, keinen Verzicht oder gar „Neid auf das Essen anderer“ zu verspüren. Freude und Genuss sind auch beim Essen wichtig. Am Anfang habe ich oft das gesehen, was ich nicht mehr essen darf, inzwischen kenne ich sehr viele leckere Alternativen und bin auf viele Nahrungsmittel erst durch die Glutenunverträglichkeit aufmerksam geworden.

Da ich ein paar Produkte, welche ich selbst nutze, verlinkt und Marken benannt habe, enthält mein Beitrag Werbung.