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Sportlerprofil by Larasch

Ein paar Last-Minute Tricks für ein glutenfreies Weihnachtsfest

Treffen in der Familie und mit Freunden, gemütliches Zusammensein mit einer tollen Auswahl an verschiedensten Leckereien, von Opa gekochte und von Oma verfeinerte Weihnachtsmenüs, selbst gebackene Plätzchen und natürlich Torte, Lebkuchen und Glühwein- das klingt und ist wunderbar. Bei Personen mit Unverträglichkeiten klingeln neben den Weihnachtsglocken allerdings auch so einige Alarmglocken. Die Käseplatte bringt Silvia mit, die Brötchen macht natürlich Helga, um den Braten kümmert sich wie jedes Jahr Dirk und ohne die Nusstorte von Oma geht eh nichts- neben Genuss und Schlemmerei sind da auch Kontaminationsgefahr und Verzicht vorprogrammiert.

Es ist kaum möglich und auch keinesfalls erwartbar, dass alle Speisen glutenfrei sind und auch unter besonderer Rücksicht zubereitet wurden. Selbst für direkt betroffene Personen ist es nicht so einfach die Weihnachtsklassiker ohne Gluten zu kreieren (dazu gleich aber noch ein paar Tipps und Empfehlungen). Meiner Erfahrung nach sind Familie und Freunde sehr bedacht, dass auch ich etwas zu essen finde. Das weiß ich sehr zu schätzen. Komplett auf glutenfreies Backen und Kochen umzustellen erfordert Zeit, Übung, Wissen, Geduld und nicht zuletzt auch die Bereitschaft etwas mehr zu zahlen. Dass auch die Weihnachtstafeln bei Freunden und Familie komplett glutenfrei sind, ist also meistens keine Lösung und wirklich viel verlangt.

Also doch anderen beim Essen der Köstlichkeiten zusehen und wieder Reiswaffeln knabbern, zur Feier des Tages zumindest welche mit Schokoüberzug? Nein, das ist auch keine Lösung!!

Hier kommen ein paar meiner Strategien für genüssliche Feiertage ohne neidische Blicke:

-Selbst aktiv werden: Das Phänomen ist nicht neu, anstelle von Kugelschreibern, Kosmetika, Taschentüchern und Co. landen bei Personen mit Unverträglichkeiten Lebensmittel in die Tasche. Zu Weihnachten sind es statt der Geschenke eben ein Sack voll glutenfreier Plätzchen, Brote und Knödel. Bringt das mit, was ihr nicht missen möchtet und plant ein wenig im Voraus damit es nicht in Stress ausartet. Es gibt inzwischen wirklich viele gute Rezepte oder auch fertige Gebäcke und Mischungen. Selbst wenn es nicht 100% das gleiche ist, ist es eine passable Alternative und manchmal auch noch leckerer.

-Dann eben eine glutenfreie Weihnachtsbäckerei: Plätzchen backen gehört für mich zur Adventszeit wie ein geschmückter Tannenbaum an Heiligabend. Auch wer sonst eher zur Fraktion Backmuffel gehört, blüht zu dieser Jahreszeit oft richtig auf. Ohne Wenn und Aber sind die Plätzchen bei mir glutenfrei: Backen und das Resultat nicht probieren dürfen ist für mich persönlich witzlos. Außerdem kann ich gar nicht anders als auch vom Teig etwas zu schlickern- natürlich nur in Maßen. Mit glutenfreien Backmischungen ist es wirklich leicht klassische Ausstechplätzchen zu machen. (In Norwegen habe ich sogar glutenfreien, fertigen Teig entdeckt.) Manche Plätzchensorten enthalten auch in traditioneller Version kein Gluten, Zimtsterne, einige Mandel- oder Kokosmakronen zum Beispiel. (Achtung: nicht alle Rezepte sind gleich und besonders bei gekauften Versionen muss man die Augen offenhalten!) Dennoch: Lasst euch den Backspaß und die Freude am Probieren und wild Verzieren auf keinen Fall nehmen!!

Und nicht nur weil Weihnachten das Fest der Liebe und des Teilens ist, bringt genügend von den glutenfreien Köstlichkeiten mit: Wenn Verwandte und Freunde neugierig fragen und ernsthaft interessiert sind, zeigt ihnen wie gut glutenfrei schmecken kann.

-Fragt nach, vorher und auch an den Feiertagen: ich weiß, es ist lästig und manchmal auch unangenehm wieder und wieder zu fragen, was genau in Diesem oder Jenem enthalten ist und beharrlich auf genaue Angaben zu warten. Aber noch viel unangenehmer ist es unwissentlich Gluten zu sich zu nehmen und dann die restlichen Feiertage mit einer Wärmflasche im Bett verbringen zu müssen! Klärt vorher ab was es geben wird und was nicht und sorgt dann für gute Alternativen. So bringe ich zum Weihnachtsbrunch stets meine eigenen Brötchen mit. Woraus der selbstgemachte Aufstrich besteht, frage ich dann nochmal nach. An dieser Stelle ist Vorsicht geboten: Achtung vor Kontaminationen (!). Auch weiß nicht jede*r was glutenhaltig ist, was nicht und besonders nicht, dass auch Spuren schon sehr problematisch sein können.

-Genießt die Atmosphäre: Das leckere Essen ist toll und ein wichtiger Teil für das Weihnachtsfest und auch für Silvester. Aber es kommt noch auf sehr viel mehr an. Verzichtet im Zweifel lieber auf die ein oder andere Speise und genießt die Stimmung, das Zusammensein, die guten Gespräche, die Musik und Duft von Tannen und Kerzen.

-Geduldig bleiben: Kein Familientreffen vergeht ohne die obligatorischen Fragen, wo nochmal Gluten überall so drin ist oder ohne Mini-Diskussionen, wie wichtig die Gesundheit ist, welche Trends es nun so gibt und dass damals doch eh alles besser war (Das schreibe ich mit einem Augenzwinkern! Im Grunde ist es wirklich wichtig darüber zu sprechen und Interesse ist gut und wertvoll). Bleibt da geduldig, auch wenn ihr diese Gespräche schon öfter führen durftet.

 

In diesem Sinne:

Viel Freude beim Plätzchenausstechen und Keksteig probieren, bestes Gelingen beim Organisieren und Tasche packen und dann wunderbare, leckere und gemütliche Weihnachtstage und einen tollen Start in das neue Jahrzehnt!

 

Als letzten Tipp: Wenn alles zu viel wird und der Trubel zu groß ist, kann ein schöner Dauerlauf auch wahre Weihnachtswunder bewirken.

In meinem Beitrag habe ich ein Produkt verklinkt, dass ich selbst benutzte, aber auch bewerbe.