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Sportlerprofil by Larasch

Glutenfrei im Trainingslager- Teil 1

Wer eine Lebensmittelunverträglichkeit hat, der wird dieses Phänomen beim Reisen kennen. Plötzlich wird ein Viertel vom Gewicht und vom Volumen des Gepäcks von Nahrungsmitteln eingenommen. Aus Angst vor Ort nicht das zu bekommen, was einem gut tut und was auch schmeckt, ist es sicher sehr sinnvoll das ein oder andere mitzunehmen. Anderes lässt sich auch gut vor Ort oder im Vorfeld organisieren. Inzwischen habe ich ein paar Strategien entwickelt um mich auch außerhalb meines gewohnten Umfeldes gut und ausgewogen glutenfrei zu versorgen und fast nichts vermissen zu müssen.

Trainingslager sind eine tolle Möglichkeit, sich völlig auf die Sportart zu konzentrieren und alles auf das gute Absolvieren der Einheiten auszurichten. Daher ergibt es durchaus Sinn dafür den Standort zu wechseln- einerseits um die Bedingungen zu optimieren und andererseits um den Fokus ohne Ablenkung auf das Training legen zu können. Allerdings kennt man nicht immer die neue Umgebung und die Versorgungslage dort.

Als glutenfreie Basics nehme ich meistens eine Grundlage fürs Müsli und glutenfreies Brot mit. Von den kompakten Vollkornbroten, welche an Pumpernickel erinnern, habe ich bereits berichtet. Ein bis zwei Pakete davon wandern als erstes in meinen Koffer: glutenfreies Brot ist meiner Erfahrung nach zwar auch international verbreitet verfügbar, aber fast immer handelt es sich um „leeres“ und ziemlich trockenes Schnittbrot (Als Notlösung sicherlich in Ordnung, aber für mich keine Option mich damit über mehrere Tage oder Wochen auf körperlich hohe Belastungen vorzubereiten.). Bei einer Unterbringung im Ferienhaus kann ich es auch empfehlen, das Brot selbst zu backen. Frisches Gebäck mag ich sehr gerne und mit Brotbackmischungen (diese kann man auch gut mitnehmen und ggf. mit den Optionen vor Ort kombinieren), ist es auch in der nicht-heimischen Küche gut möglich, sich diesen Luxus zu erfüllen. Hotels bieten auch immer öfter glutenfreie Brote, jedoch sind auch diese meist nicht sehr nahrhaft. Um glutenfreie Flocken und Porridges zu finden muss man schon etwas genauer suchen. Saaten, Nüsse, Obst, Milch oder Joghurt bekommt man aber fast überall, deshalb ist Teff Porridge als Basic Nummer zwei definitiv auch im Reisegepäck. Damit sind mindestens die ersten Tage gut abgedeckt und man hat genügend Zeit sich vor Ort zu orientieren.

Für warme Mahlzeiten gibt es mit Kartoffeln, Reis, Linsen, Bohnen und Gemüse sowie Fleisch und Fisch fast überall ganz gute Optionen, allerdings ist bei den Saucen und Suppen Vorsicht geboten. Auch hier ist es recht einfach, wenn man sich im Ferienhaus selbst versorgt. Wenn man sich am Hotelbuffet bedient oder à la carte bestellt, gelten die gleichen Dinge wie bei jedem Essen auswärts, lieber einmal mehr fragen und im Ausland im Zweifel die Frage mit dem Handy übersetzen.

Im Vorfeld kontaktiere ich in der Regel das Hotel und gebe bei der Buchung direkt als Bemerkung an, dass ich kein Gluten vertrage. Einige Hotel haben sonst keine glutenfreien Produkte vor Ort, keine Kennzeichnungen am Buffet oder auf der Karte, in anderen gehört sowohl eine Produktauswahl als auch eine Allergenliste zum Standard. Mit einem kurzen Anruf vor der Anreise und der Nachfrage vor Ort ist man aber meistens auf der sicheren Seite. Beim Fliegen gibt es sehr oft glutenfreie Optionen, allerdings ist es hier wichtig, spätestens einige Tage vor dem Abflug das entsprechende Menü online auszuwählen. Besonders bei Langstreckenflügen und pauschal gebuchten Mahlzeiten ist diese Buchung ziemlich wichtig, bisher klappte es so sehr gut bei mir. Ist die Flugstrecke nicht so lang, sind Mahlzeiten nicht immer im Preis inbegriffen und ohne Buchung im Vorfeld kann es dann schwer werden, etwas Glutenfreies während zu bekommen. Ich packe mir je nach Reisedauer meistens Studentenfutter, eine Stulle (oder auch Butterbrot) und Möhren ein. Auch glutenfreie Kräcker finde ich ganz lecker und praktisch.

 

Auf jeden Fall lohnt es sich, die Augen offen zu halten, denn es gibt oft leckere und bisher unbekannte Speisen zum Entdecken, die auch glutenfrei sind. Wie wäre es zum Beispiel mal mit Pap, dem typisch südafrikanischen Maisbrei oder einem Pappadum? Auch die glutenfreie Keksauswahl ist mindestens einen Blick wert. Dieser Blick ist auch für Teil 2 von „Glutenfrei im Trainingslager“ nicht ganz unwichtig, da werde ich über die Ernährung zwischen zwei Einheiten berichten.

 

In diesem Beitrag habe ich Produkte verlinkt und eine Marke benannt. Damit betreibe ich Werbung für Produkte, welche ich selbst regelmäßig nutze.