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Sportlerprofil by Larasch

Injera der äthiopische Teff-Pfannkuchen- definitiv mehr als einen Versuch wert

In Äthiopien gehört Teff schon seit mehreren Jahrtausenden zum Grundnahrungsmittel, wobei die kleinen Körner des Ur-Grases in vielen Regionen der Welt noch unbekannt sind. Teff ist eine Zwerghirsesorte und reich an Ballaststoffen und Spurenelementen. Es lässt den Blutzuckerspiegel nur langsam ansteigen und macht, vergleichbar zu Hafer, durch langkettige Kohlenhydrate lange satt. Nicht nur deshalb ist es besonders bei Ausdauersportlern sehr beliebt- die Energie wird erst nach und nach Teil des Blutkreislaufes und der vergleichbar hohe Eisenanteil unterstützt die Hämoglobinbildung. Es gibt roten, schwarzen und weißen Teff, während letztere Sorte am verbreitesten ist. Teff-Mehl bietet viele Einsatzmöglichkeiten, ein paar habe ich auf dem Blog schon angesprochen (und es werden sicher noch weitere folgen), geschmacklich erinnert es mich etwas an Dinkelvollkornmehl. Die nussige Note passt dabei zu herzhaften als auch zu süßen Gerichten und Gebäcken. Als Läuferin, welche kein Gluten verträgt, nutze ich recht viel und gerne Teff und dabei kannte ich den traditionellen Injera-Pfannkuchen noch gar nicht. Mein Unterstützer 3 Pauly nutzt das Getreide, sehr vielseitig, von Teff-Nudeln bis Teff-Keksen, Brot und Porridge ist einiges dabei. Um die Lebensgrundlage der Bevölkerung Äthiopiens nicht zu gefährden, ist die Ausfuhrmenge begenzt. Hier erhältliches Teff und Produkte aus Teff von 3 Pauly stammen daher aktuell aus Südafrika. Für die Brote von 3 Pauly wird wechselnd Teffmehl aus Belgien, Frankreich und Sambia genutzt. 

Für das Injera wird der Teig nur aus Wasser, Hefe und Teff-Mehl gefertigt und ruht vor dem fettfreien Backen für mindestens 12 Stunden. Traditionell wird er auf Steinplatten über dem Feuer gebacken und dann mit verschiedenen Gemüsebeilagen, gekochten Hülsenfrüchten, gegebenenfalls Hühnchen und gekochten Eiern belegt. Das Wot, die Beilagen auf dem Injerat, sind alle gekocht und können zum Teil recht scharf sein, zusammen mit dem milden Injera schmeckt es (mir) sehr gut und einzigartig. Zudem wird traditionell von einer Platte und mit der Hand gegessen. Mit Hilfe von kleinen, vom großen Injera abgerissenen Pfannkuchen Stückchen, wird das Wot quasi gegriffen und dann gegessen. Mir gefiel es zu merken, wie sich das, was ich esse, anfühlt. Wem das nicht so zusagt, kann natürlich auch auf Besteck zurückgreifen. Oft ist das Essen von Injera Teil einer ganzen Zeremonie, wobei zu Beginn die Hände am Tisch gewaschen werden. Zum Abschluss des Essens wird äthiopischer Kaffee gereicht. Dieser ist im Vergleich mit dem hier verbreiteten Kaffee deutlich milder, sowohl vom Koffeingehalt, als auch geschmacklich.

Allein um ein paar spannende Einblicke in die Traditionen Äthiopiens zu bekommen und eine wirklich leckere Geschmacksrichtung kennen zu lernen, lohnt sich ein Besuch in einem Restaurant. Aber auch zum Nachbacken, als Teil einer ausgewogenen Ernährung mit und als lange sättigende Energiequelle, ist Injera definitiv mehr als einen Testversuch wert!

 

In diesem Beitrag habe ich eine Marke und zugehörige Produkte benannt, welche ich selbst konsumiere. Damit enthält der Beitrag Werbung.