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Sportlerprofil by Larasch

Mindestens ein Hoch auf gute Freunde!

Man hört es oft und es ist so wahr: Mit guten Freunden und deren Unterstützung ist Vieles um Einiges einfacher, schneller, angenehmer und eben so viel schöner.. 

...das gilt wahrscheinlich für jede*n, ob sportbegeistert oder nicht und egal ob eine Unverträglichkeit vorliegt. Nach der Umstellung auf „Glutenfreiheit" lernte ich diese Unterstützung jedoch besonders zu schätzen.

Vor dem Vorschlagen vom Lokal ganz automatisch gucken, ob es auch eine glutenfreie Variante gibt, stets auch glutenfreies Mehl im Schrank und Brötchen im Gefrierfach haben, wie selbstverständlich Kekse ohne Gluten beim Tee trinken aufstellen, sich für meinen Geburtstag an das allergenfreie Backen wagen und mich auf glutenfreie Pizza einladen: meine Freunde, Kommilitonen und Mitbewohner sind wirklich toll. Es ist so viel leichter konsequent und ohne das Gefühl von Verzicht, Gluten vom Speiseplan zu streichen, wenn das Umfeld mitzieht. Besonders unmittelbar nach der Umstellung war ich geradezu neidisch auf die Auswahl, die ich zuvor für selbstverständlich hielt und welche die meisten Personen meines Umfelds genießen. Inzwischen fällt mir die Ernährung ohne Gluten kaum noch schwer. Nur beim Duft von frischer Pizza aus dem Steinofen und dem Anblick verschiedenster Brotsorten werde ich noch etwas wehmütig.

Geholfen hat es sehr, dass ich Unterstützung von meinem Umfeld erfahren habe. Meine Mama sorgt dafür, dass ich auch in meinem Elternhaus immer was Leckeres zu essen finde und meine Freunde probieren sich durch meine Backergebnisse und lauschen meinen Ausführungen über die Kombination von verschiedenen Mehlsorten mit ihren Backeigenschaften. Sie hören sogar richtig gut zu und kommen dann plötzlich mit den Utensilien und Zutaten um die Ecke, von denen ich zuvor schwärmte. Mein Freund hat nun unter anderem Bohnen-, Linsen- und Kürbiskernmehl in seinem Schrank stehen, einfach weil auf diese Sorten neugierig war. Gleichzeitig ist er mein größter Kritiker, probiert alles, gibt aber auch Muffins und Brote zurück, wenn sie ihm nicht schmecken. Gerade das schnelle Austrocknen von glutenfreien Gebäcken fordert mich, und bestimmt auch so einige andere, heraus. Meistens bin ich dann umso motivierter mein Ergebnis zu verbessern. (Allerdings muss ich zugeben, dass ich hier und da eine erst kleine „Schmoll-Phase“ überstehen muss.) Kritik treibt an, Lob bestätigt und Unterstützung beflügelt: Das gilt für die Umstellung auf ein Leben ohne Gluten und Erfahrungen mit neuen Lebensmitteln, aber auch für sportliche Höchstleistungen und ganz allgemein für das Erreichen der ganz individuellen Ziele.

Der Verein, Freunde, Trainer und Trainingspartnerinnen, Familie, Lerngruppe und viele weitere geben mir Rückendeckung und helfen mir auf dem Weg zu meinen Zielen- das ist schon ziemlich schön. Da können mir bestimmt so einige zustimmen, unabhängig davon wie das persönliche Ziel auch genau aussehen mag. Dafür von ganzen Herzen „Dankeschön!“ an alle, die einem Hürden nehmen, wenn sie können und einem sonst dazu verhelfen über Hindernisse hinweg zu fliegen.

 

Als kleine Abschluss-Anekdote: Wenn es um Schokolade geht, erreicht die Einsatzbereitschaft manchmal ihre Grenzen. „Schokolade mit Keks“ (und damit mit Gluten!) ist dann scheinbar doch zu lecker als das glutenfreie Varianten beim gemeinsamen Einkauf in den Korb wandern. Aber darüber kann man definitiv mehr als wegsehen!