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Sportlerprofil by Larasch

Ofengemüse- mein „All-Time-Favorite”

Schon ziemlich oft habe ich beim Kochen mit Freunden erst überlegt, was man denn so machen möchte und am Ende lief es dann wieder auf Ofengemüse hinaus. Lecker war es in jedem Fall. Besonders gefällt mir, dass man kombinieren kann, was man möchte und wie es der Garten, der Kühlschrank, die Speisekammer oder die Lust und Laune gerade hergeben

Regional: Weil knusprig im Ofen gebacken (fast) alles schmeckt kann man sich wunderbar nach der Saison richten und so ganz frische und regionale Produkte nutzen. Passend zum Herbst können die Ofengemüsekreationen auch noch richtig bunt werden: Möhren, Zucchini, Pilze, Kürbis, Kartoffeln, Lauch, Rotebeete, Zwiebeln, Steckrüben, Kohlrabi… die Liste geht noch lange weiter. Dazu noch gutes Öl, Meersalz und frische Kräuter (am besten direkt aus dem Hochbeet oder frisch vom Markt) und fertig ist die Basis für eine sättigende und gesunde Mahlzeit. Wer auf Bioqualität setzt, spart sich zum Teil das Schälen und erhält sich Mineralien.

Saisonal: Je nach Jahreszeit ändert sich auch die Auswahl für die Ofenkreationen. Im Frühjahr wandern dann Spargel und junge Kartoffeln mit in den Ofen und im Sommer wird es durch Tomaten und Paprika mediterran. Auch außerhalb der eigenen Region gibt es natürlich saisonale Unterschiede und auch wenn es sich um importierte Produkte handelt, sind diese dann frischer. Es müssen auch nicht immer viele verschiedene Gemüsearten kombiniert werden: Kartoffelspalten mit Rosmarin und Olivenöl sind eine klassische und zurecht beliebte Beilage. Wenn man sich an der Saison orientiert, bleibt es automatisch abwechslungsreich.

Praktisch: Natürlich ist schon etwas „Schnibbelarbeit“ gefordert. Gleichzeitig kann man mit etwas Planung die Arbeitszeit auch als Garzeit nutzen. Nicht alles braucht gleich lange im Ofen um bissfest zu werden. Es ist ratsam mit hartem Gemüse, Wurzeln und Knollen zu beginnen und diese schon etwas früher in den Ofen zu legen. Während die Kartoffeln schon im Ofen backen, werden nach und nach weichere und flüssigkeitsreichere Gemüsesorten hinzugefügt. In dem Zuge kann man auch das Gemüse, welches schon im Ofen ist, wenden. Ein weiterer Bonuspunkt: Man benötigt nur wenig Küchenutensilien. Mit einem Schneidebrettchen, Messer, dem Backblech und natürlich dem Ofen hat man quasi alles zusammen. Zudem ist das Abwaschen so schnell getan. Schälen braucht man das Gemüse übrigens nicht zwangsläufig. Durch das Garen im Ofen werden Schalen gut essbar: Kartoffeln und Möhren zum Beispiel wasche ich gründlich ab und schneide sie dann nur klein. Oft erhält man sich so wertvolle Vitamine in oder direkt unter der Schale und Ballaststoffe. Auf Bioqualität sollte man aber achten und natürlich ist nicht jede Schale genießbar.

Viele Möglichkeiten zum Verfeinern: Nachdem die nutzbare Gemüseauswahl quasi Unerschöpfliches bietet, kann man sich bei der Wahl vom Öl und in der Gewürzwelt austoben. Frische Kräuter passen gut, aber auch Curry, Kurkuma oder Chili und Knoblauch (geht beides auch frisch) versprechen Abwechslung. Für besondere Extras können auch Käse, Kerne Nüsse oder Kichererbsen mitgebacken werden. Für fruchtige Noten kann man auch Obst mitbacken. Beispielsweise passt Apfel ziemlich gut zu einer herbstlichen Gemüseauswahl. Nicht zu vergessen sind die Dips. Ein Klassiker in diesem Bereich ist Kräuterquark, der ist zwar sehr lecker und fast immer passend, aber noch lange nicht das Ende der Fahnenstange. Wie wäre es mal mit selbstgemachtem Hummus oder Guacamole? Das „Dip-Kapitel“ möchte ich an dieser Stelle jedoch nicht aufmachen, das würde zu weit führen. Auch hier sind die Auswahl- und Kombinationsmöglichkeiten ziemlich breit gefächert.

Für jeden was dabei: Durch die vielen Kombinationsmöglichkeiten kommt jede und jeder auf seine oder ihre Kosten. Entweder man schnappt sich aus der gebackenen Auswahl das, was man mag oder man kreiert von Anfang an so, dass alle alles mögen. Auch in Bezug auf Allergene und Unverträglichkeiten ist Ofengemüse damit recht unkritisch. Gutenfrei ist es quasi immer, wenn man keinen Käse zum Verfeinern nimmt, auch vegan und damit frei von Laktose und durch die Breite Auswahl kann man auch auf bestimmtes Gemüse verzichten, sollte es nicht vertragen werden. Rezepte für vegane Dips sind ebenfalls gut verfügbar.

Noch ein paar Tipps? Für Glutenfreie Gebäcke ziehe ich inzwischen Ober- und Unterhitze vor. Beim Ofengemüse sieht die Sache anders aus. Hier backe ich das Gemüse zunächst mit Umluft zum Garen und nutzen dann gegen Ende der Garzeit die Grillfunktion. Wenn es diese nicht gibt, schalte ich Ober-(oder notfalls Ober- und Unter-)Hitze ein. Wer es, wie ich, lieber knusprig mag, nutzt besser zwei Flache Bleche anstelle von einem tiefen und meidet es das Gemüse zu stapeln. Beim Grilldurchgang am Ende, kann man dann die Bleche rotieren, oder erst das obere servieren und dann das andere nachholen.

Hoffentlich konnte ich einige neugierig machen und motivieren selbst kreativ zu werden- viel Spaß und guten Hunger dabei!