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Sportlerprofil by Larasch

Rituale, Rutinen und Abläufe vor einem Wettkampf

Bereits vor einigen Jahren machte mich der Abteilungsleiter meines Heimatvereins, dem BV Garrel, auf einen interessanten Artikel zum Thema Rituale vor einem Wettkampf aufmerksam. Rituale seien sehr wichtig, um sich mental auf den Start und das Rennen einzustellen. Konzentriert und auch selbstbewusst, aber nicht zu angespannt an den Start zu gehen ist eine Kunst. Die Herangehensweisen sind so verschieden, wie auch die Menschen verschieden sind. Vergleichbar mit Prüfungssituationen, kann die ein oder andere Sportlerin schon einige Stunden vor dem Wettkampf nicht mehr ansprechbar sein. Andere Läufer suchen gerade das Gespräch. Man kann aber beobachten, dass jede*r Sportler*in individuelle, immer wieder kehrende Vorbereitungen trifft.

Natürlich wärmen sich nahezu alle Sportler*innen auf, auch Pizza und Pasta am Vorabend gehören schon fast zur allgemeinen Wettkampfroutine. Doch an dieser Stelle kann es schon kleine, aber entscheidende Unterschiede geben. Gab es vor einem besonders guten Wettkampf mal Pizza mit Oliven? Oder ist es schon immer Spagetti mit Tomatensauce? Wenn ein Ereignis gut und erfolgreich abläuft, wird es mit positiven Eigenschaften verknüpft. Die Pizza mit Oliven in der Vorbereitung gehört dann vielleicht auch dazu. Es verhilft diese positive Stimmung wiederherzustellen. Die mentale Einstellung ist ein wichtiger Faktor für das erfolgreiche Absolvieren von Wettkämpfen.

Rituale helfen „den Wettkampf-Modus“ anzumachen, könnte man sagen. Nach dem Lesen von dem Artikel wurde mir erst bewusst, dass ich auch bestimme Rituale hatte und sie ohne besondere Absicht vollzog. Ein Schlüsselmoment ist besonders das Anziehen der Wettkampfkleidung: Zuvor darauf zu achten, habe ich dafür eine Art Ablauf- und Reihenfolgenplan entwickelt. Gelegentlich reisen wir bereits am Vortag zum Austragungsort. Zum Glück steigt das glutenfreie Angebot beim Frühstück insgesamt, dennoch rufe ich vorher beim Hotel an und frage nach, was vorhanden ist und nehme mir auch immer eigenes Porridge und zum Teil noch Brot mit. Oft war ich etwas neidisch auf die Müsliauswahl, welche Hotels zum Teil bieten. Daher nehmen ich mir auch stets Schokokissen für mein Müsli mit. Sie sind dann mein „besonderes Extra“. Ich esse sie auch nur an Wettkampftagen und verbinde sie inzwischen schon mit dem Gefühl des bevorstehenden Starts. Ungern möchte ich neidisch auf die Teller der anderen schielen und bringe daher meistens glutenfreie Produkte mit, die mir schmecken und mir gut bekommen- auch gerne für alle zum Teilen.

Es sind manchmal Kleinigkeiten, bestimmte Songs, gedankliche Abläufe, spezielles Aufwärmen, ein Abklatschritual oder besonderes Essen- vielleicht kennt ihr das auch, oder werdet euch nun darüber bewusst.

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