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Sportlerprofil by Larasch

Was, wenn Gluten es dann doch zu den Darmzotten schafft?

Auch wenn bei größter Sorgfalt auf Gluten verzichtet wird, Kontaminationen zu vermeiden und selbst wenn die Zutatenlisten penibel geprüft wurden, passiert es manchmal leider doch, dass der Eiweißkleber an die Darmzotten gelangt und Entzündungsreaktionen ausgelöst werden. Die Konsequenzen sind nicht bei allen gleich. Art und Intensität der Folgen unterscheiden sich bei den Meisten. Auch der Zeitpunkt, wann die Entzündungen wahrgenommen werden, kann von Person zu Person stark variieren. Bei mir habe ich zudem festgestellt, dass der Körper je nach Stress- und Trainingspensum unterschiedlich empfindlich auf Gluten reagiert. Fordere ich den Körper intensiv und stehen Uni-Prüfungen vor der Tür, muss ich besonders aufpassen. Wer ein Lebensmittel nicht verträgt, weiß direkt was mit Völlegefühl, Blähbauch und „verrücktspielender“ Verdauung gemeint ist. Aber auch von vermeintlich nicht erkrankten, hört man immer wieder „Ich glaube, ich habe was Falsches gegessen“. Wichtig ist natürlich, dass man schnellstmöglich herausfindet, wodurch es zu den Unstimmigkeiten kam, um dann zu agieren. Oft hat man aber schon einen Verdacht und nun gilt es, das Magen- und Darmwohlbefinden, schnell wieder herzustellen.

In dem Beitrag möchte ich meine Strategien teilen und ein paar Tipps weitergeben. Sie basieren nicht auf wissenschaftlichen oder medizinischen Grundlagen, sondern auf meinen persönlichen Erfahrungswerten.

-          Kaum Ballstoffe: Auch wenn ich eine bekennende Körner- und Saatenliebhaberin bin, ist mir flau im Magen, möchte ich dem Körper die damit verbundene Verdauungsarbeit nicht zumuten. Brot und Müsli, welche Anteile ganzer oder nur grob geschroteter Körner aufweisen, tausche ich für ein paar Tage gegen warmes Porridge aus Teff-, feinen Haferflocken und Wasser. Obst und Gemüse koche ich vorher, damit die Fasern leichter verdaut werden können. Gedünsteter Apfel mit etwas Zimt lassen das Porridge auch gut schmecken. Bei Magen- und Darmproblemen typischerweise empfohlene Salzstangen und trockenes Weißbrot bekommen mir ebenfalls gut.

 

-          Möglichst warme Lebensmittel: Gemüse mindestes zu dünsten und Obst vor dem Verzehr zu kochen hat neben den verminderten Ballaststoffanteil zudem den Vorteil, dass die Lebensmittel direkt aufgewärmt sind. Die Energie, welche sonst benötigt wird um die Lebensmittel auf Körpertemperatur zu bringen, kann so für die Regeneration der Darmschleimhaut genutzt werden. Nach dem gleichen Prinzip bekommt mir warmer Tee, am liebsten mit Kräutern, dann auch besser als kaltes Wasser.

 

-          Die Klassiker: Neben warmen Tee, trockenem Brot mit Gemüsepüree und Salzstangen, greife ich ebenfalls auf das typische Körnerkissen (eine Wärmflasche hilft natürlich auch) und Rinder-, Hühner- oder Gemüsebrühe zurück. Die Wärme von außen und innen helfen mir bei Magen- und Darmkrankheiten um die Verdauung wieder in Balance zu bringen, so auch bei Entzündungen durch Gluten.

 

-          Keine verarbeiteten Lebensmittel: So oder so bemühe ich mich meine Speisen selbst zuzubereiten und meide verarbeitete Produkte. Dann weiß ich genau was drin ist (und was eben nicht). Manchmal ist dieses aber nicht so einfach umzusetzen, zwar sehr vieles aber eben nicht alles lässt sich wie gewünscht selbst kreieren. Starke Gewürze, Aromen und weitere Zusätze sind aber definitiv ein Tabu, wenn mein Körper eh schon mit schlecht vertragenen Lebensmitteln zu kämpfen hat. Dann bekommt er nur, was ihm wirklich guttut.

 

-          Viel Trinken: Es kann passieren, dass der Körper durch unbeabsichtigt aufgenommenes Gluten mit Durchfällen reagiert, diesen Flüssigkeitsverlust versuche ich möglichst auszugleichen. Generell habe ich für mich erkannt, dass viel Wasser zu trinken (min. 3-4 l am Tag) mir sehr gut bekommt. Gibt es zusätzliche Verluste (z.B. durch hohe Temperaturen), achte ich besonders auf eine hohe Flüssigkeits- aber auch Mineralstoffzufuhr. Bei einem Blähbauch würde ich von Getränken mit Kohlensäure jedoch abraten. (Vorsicht: Ist die Flüssigkeitsaufnahme zu hoch, werden Mineralstoffe aus dem Körper geschwemmt.)

 

-          Auf den Körper hören: Was zunächst fast abgedroschen und simpel klingt, ist vielleicht das beste Hilfsmittel. Meistens teilt der Körper einem durchaus mit, was er braucht und was nicht. Hat man keinen Appetit, ist der Körper gerade nicht in der Lage Lebensmittel zu verarbeiten oder braucht diese Energie aktuell nicht. Nicht ohne Grund, sind einige Gerüche gelegentlich unangenehm (- welcher Läufer kennt ihn nicht, den Bratwurstgeruch, direkt vor, nach und während des Laufs). Auch Verlangen nach eher salzigen Speisen und aufkommendes Unwohlsein allein bei den Gedanken an sonst leckere Versuchungen, sind Signale vom Körper. Auf diese Signale sollte man hören. Ich versuche sie mir bewusst zu machen, um dann auf sie zu reagieren.

 

Meine Ratschläge ersetzten selbstverständlich keine ärztliche Unterstützung und beruhen auf meinen eigenen Erfahrungen. Die benannten und verlinkten Produkte nutze ich ebenfalls. Durch Benennung, Verlinkung und das Aufzeigen von Markennamen, betreibe ich Werbung.