Freitag, 21. September 2018 (13:49)
Alle Menschen werden die Wahrnehmungen machen,
dass man auf hohen Bergen, wo die Luft rein und dünn ist,
freier atmet und sich körperlich leichter fühlt.“
– Jean-Jacques Rousseau
Wie ich bei meinem letzten Blogbeitrag schon angedeutet habe, standen bei mir diesen Monat
einige Veränderungen ins Haus. Dabei waren diesmal wirklich alle Lebensbereiche betroffen,
von Uni über meine körperliche Fitness und nicht zu Letzt auch mein Wohnort.
Die erste erfreuliche Information ist, dass ich meine Hausarbeit erfolgreich, fristgerecht
und mit einer guten Note hinter mich gebracht habe.
Mit diesem positiven Feedback ging es für mich nach Kühtai ins Trainingslager.
Jeder der einmal in Kühtai vorbei gekommen ist weiß, dass einem dort besonders
viel Ruhe, Natur und frische Luft erwartet.
Nachdem wir in der ersten Woche die Natur hauptsächlich wandernd erkundet hatten,
konnte es nun richtig mit dem Training losgehen. Da es in diesem Ort nur eine
einzige flache Runde (2,5km) gibt, kamen wir nicht drum rum auch die Berge laufend
zu erkunden. Dies stellte uns Bewohner der Leipziger Tieflandbucht vor ganz
neue Herausforderungen. Mit zunehmender Zeit kamen wir aber alle viel besser
mit dem ungewohnten Höhenprofil zurecht, sodass wir nun auch mal ein
dynamisches Programm einbauen konnten.
Leider blieb das Wetter aber nicht so gut wie auf dem Foto. So wollte ich wenige Tage später erneut auf diesem Schotterweg laufen, dabei war meine Aussicht jedoch deutlich schlechter, wie ihr hier sehen könnt.

Immerhin hatte ich immer hübsche, blonde Trainingspartner, welche mir immer zur Seite standen und mein Trainingsfortschritt genau beobachteten. So verging die letzte Woche auch recht zügig, bis es dann für uns wieder gen Heimat ging. Kaum zu Hause angekommen hieß es für mich nur noch Wäsche waschen und ab ins Bett, denn am nächsten Tag stand für mich, relativ spontan, der Leipziger Sportscheck Lauf auf dem Plan.
Dort startete ich für das Team rund um Lensspirit, welche mit einer 100x100m Staffel gemeinsam 10km unter Weltrekordzeit laufen wollten. Der Weltrekord des Kenianers Kenenisa Bekele aus dem Jahr 2005 wurde in dieser Staffelform mit mehr als zwei Minuten Differenz geschlagen. Eine super Leistung aller Teilnehmer und ein wahrhaft unvergesslicher Augenblick! Ich ging währenddessen allein die 10km Distanz an. So ganz allein war ich jedoch dabei nicht, denn mein Trainingskollege Karl Junghannß stelle sich auch der Herausforderung in der Leipziger Innenstadt und konnte diese auch für sich entscheiden. Somit blieb mir in 31:30min ein zweiter Platz und ein cooles Event zum Abschluss des Trainingsblocks.
Nun gönne ich mir ein paar Tage Ruhe, bis meine Beine hoffentlich wieder frisch sind.