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Sportlerprofil by Larasch

Frühlingsgefühle

 

 

Die Vögel zwitschern, Bäume und Büsche bekommen erste Knospen und überall im Wald duftet es nach frischen Sägespänen. So muss sich für mich der Frühling anfühlen, und er ist endlich da! Wenn jetzt noch irgendjemand den ewigen Regen aus dem Norden entführen könnte, wären meine Frühlingsgefühle perfekt. Aber dafür wird sich wohl leider so schnell kein Kidnapper finden und irgendwie gehört er ja auch zum Frühling dazu, der ständige Regen. In Norddeutschland übrigens auch zum Sommer, Herbst und Winter ;-)

 

In Itzehoe verabschiedet man das alte Jahr sportlich - beim Silvesterlauf in Lägerdorf

In Itzehoe verabschiedet man das alte Jahr sportlich - beim Silvesterlauf in Lägerdorf 

 

Der plötzliche Frühlingseinbruch ist aber auch ein deutliches Zeichen dafür, dass mein letztes sportliches Update schon ein ganzes Weilchen zurückliegt, nämlich irgendwann im Dezember letzten Jahres. Viel ist seitdem auch nicht passiert. Nach der Cross EM wurden die Trainingseinheiten weniger und dafür all die schönen weihnachtlichen Gemütlichkeiten, die vorher ein wenig zu kurz gekommen waren, nachgeholt. Anfang Januar habe ich die Weihnachts- und Neujahrsfeierei dann doch für einen kurzen Ausflug nach Edinburgh zum „Great Edinburgh Cross Country“ unterbrochen, wo ich das europäische Damenteam verstärken durfte. Mit dem elften Platz dort in einem Feld von Weltklasse-Läuferinnen bin ich eigentlich zufrieden gewesen, auch wenn sich das Laufen im Wettkampf lange nicht so gut angefühlt hat, wie in Chia, aber solche Rennen gibt es wohl auch nur ganz selten im Leben.

 

Edinburgh Great Cross Country - super hartes Rennen vor traumhaft schöner Kulisse     

Edinburgh Great Cross Country - super hartes Rennen vor traumhaft schöner Kulisse

 

Nach Edinburgh habe ich sehr viel mehr Zeit am Schreibtisch verbracht, als in meinen Laufschuhen und mich an Stelle von Tempoprogrammen durch mathematische Formeln, chemische Gleichungen und physikalische Gesetze gequält. Die ganze Lernerei diente der Vorbereitung auf den HAM-Nat, einem Medizinertest, den man im Gegensatz zum TMS auch zum Sommersemester schreiben kann, allerdings dann an nur einer Uni in Deutschland. Insgesamt habe ich in die Vorbereitung aus diesen Test bestimmt doppelt so viel Zeit gesteckt, wir in das Lernen für das gesamte Abitur (!), dementsprechend zuversichtlich nahm ich an dem Test teil. Aber wie auch im Sport, wird man auch im wahren Leben nicht immer für seine Mühen belohnt und ich habe, so wie es jetzt aussieht, auch zum Sommersemester noch keinen Studienplatz. Dafür darf ich mir die nächste Zeit mit Schlauchfiguren, ewig langen Zahlenreihen und Bilderrätseln um die Ohren schlagen ;-)

Am Samstag steht aber nach zweimonatiger Wettkampfabstinenz mit der Cross DM mal wieder ein richtiger Wettkampf an. Ich freue mich auf jeden Fall schon sehr auf das Rennen in Löningen, besonders, seitdem ich „Mocki“ auf der Startliste entdeckt habe. Eine kleine Anekdote am Rande: Bei meinem ersten 10km Straßenlauf 2014 in Düsseldorf stand ich auch schon einmal neben ihr an der Startlinie und bin auch die ersten 500m zu fotografischen Zwecken ;-) mit ihr mitgelaufen. Die restlichen 9500m des Rennens wurden dementsprechend sehr, sehr hart, lang und langsam ;-) Samstag kommt dann also nach den Straßen Düsseldorfs unser zweites Aufeinandertreffen auf den Wiesen von Löningen. Mein erstes Ziel wird es also sein, diesmal länger als 500m an Mocki dranzubleiben!

Nach der Cross DM geht es dann direkt am Montag für 3,5 Wochen in mein erstes Höhentrainingslager nach Flagstaff, dazu aber zu einem späteren Zeitpunkt mehr!